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Es steht alles auf dem Spiel!

Die SCHULE DES THEATERS ist in Kooperation mit dem THEATER DER KELLER die traditionsreichste Schauspielschule in Köln. Vieles hat sich seit ihrem Bestehen bewehrt. Die häufige Verleihung des PUCK-Nachwuchspreises an ihre Studierende ist Beweis für die hohe Qualität der Ausbildung. Doch die Berufsrealität der Schauspieler hat sich in den letzten 50 Jahren stark verändert. Auf diese Veränderung muss eine bisher so erfolgreiche Ausbildungsstätte wie die SCHULE DES THEATERS reagieren.

 

Demnach versteht sich die Schauspielschule zukünftig als Lernplattform, die ihr Lehrprogramm den aktuellen Forderungen und Strömungen der (inter-)nationalen Theaterwelt und der Berufsrealität des Schauspielers/ der Schauspielerin anpasst, und sich zugleich an den mitgebrachten Fähigkeiten und Interessen der Studierenden orientiert. Somit legt die Schule einen neuen Schwerpunkt auf die aktive Mitgestaltung und Teilhabe der Nachwuchsschauspieler an ihrer Ausbildung.

 

Die Einbeziehung der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Medium Theater und dem intensiven schauspielerischen und  künstlerische Umgang mit allen Mitteln des Theaters und den digitalen Medien ist Teil der Lehre. So sollen die Absolventen im Anschluss an ihre Ausbildung nicht nur ein fundiertes Schauspielhandwerk für das Engagement am Theater erlernen, sondern alle Bereiche und Möglichkeiten des Schauspielberufs kennenlernen. Somit sind sie nachher in der Lage, eigenständig eigene künstlerische Projekte zu verwirklichen.

 


“Ich wünsche mir, dass man auch im Schauspiel schon während des Studiums über eine elementare Frage, nämlich die Krise der Repräsentation, nachdenkt und darüber, wie man Strategien der Darstellung entwickeln kann, zum Beispiel durch den Einsatz anderer Medien. (…) Die Ausbildung ist auch als Labor zu begreifen. Wann sollen die Studenten sonst lernen, dass alles auf dem Spiel steht?« 

Heiner Goebbels, Intendant der Ruhr-Triennale

Frischer Wind an der SCHULE DES THEATERS

Seit Februar ist die neue Leiterin der SCHULE DES THEATERS im Amt: Eva-Maria Baumeister. Mit der Ernennung der Regisseurin zur Direktorin entschied sich der Trägerverein der Schauspielschule eine innovative Lernplattform für angehende Theatermachen zu schaffen. Nach ihrem Abitur begann sie mit ersten Regieassistenzen am THEATER DER KELLER und am Schauspiel Köln. Anschließend studierte sie zunächst Theaterwissenschaften in Amsterdam. Darauf folgte ein Jahr des Regiestudiums an der SCHULE DES THEATERS und schließlich an der Folkwang Hochschule Essen, wo sie 2006 mit Auszeichnung ihr Diplom als Schauspielregisseurin erlangte. Während des Studiums absolvierte sie Regieassistenzen bei den Recklinghäuser Ruhrfestspielen sowie bei Andreas Kriegenburg an den Münchner Kammerspielen.

 

Gemeinsam mit Künstlern und Theaterschaffenden aus Hamburg gründetet sie das größte Nachwuchstheaterfestival KALTSTART im deutschsprachigen Raum. In der freien Szene erarbeitete sie u.a. kidnap someone and make him happy (ein nächtliches Märchen) mit der Autorin Daniela Dröscher in Köln und Berlin. Für ihre Inszenierung Vaterlose (nach A. Tschechows „Platonov“) erhielt sie den Folkwangpreis für Darstellende Kunst und den Regiepreis MARTA des internationalen Schauspieltreffens „Encounter“ in Brno, Tschechien.

 

Seit 2005 inszeniert sie u.a. am Schauspielhaus Wien, am Schauspielhaus Bochum und am Staatstheater Mainz. Bei Blaubart – Hoffnung der Frauen und Wer aus mir trinkt, wird ein Reh (UA) führte sie am THEATER DER KELLER Regie. Zugleich doziert sie bei verschiedenen Ausbildungsstätten sowie bei Schauspielworkshops an mehreren Gymnasien deutschlandweit. 2010 erarbeitete sie mit Schauspielstudierenden der Folkwang Hochschule ein Projekt für das Schauspielhaus Bochum.